Bei einem Paarlauf läuft einer der beiden Laufpartner eine Stadionrunde. Dann kommt er in die Wechselzone und übergibt an seinen Partner, entweder mit oder ohne Staffelstab, für die nächste Runde. Man läuft insgesamt je 30 Minuten oder eine Stunde. Die Runden werden gezählt. Wer die meisten Runde macht, hat gewonnen. Einfaches Prinzip. Dabei wird Musik gespielt und ziemlich gute Stimmung verbreitet. Es ist ja der Beginn der Weihnachtszeit.

Am Dienstag, den 1. Dezember habe ich auf dem kleinen Sportplatz an der Holzmarktstraße meinen allerersten Wettkampf im Paarlauf absolviert. Vom Training her kannte ich den Ablauf.
Ein paar Male hatte ich dabei schon mit Mark ein Paar gebildet. Er ist viel schneller als ich, aber wir passen trotzdem gut zusammen. Wir verstehen uns einfach gut. Deshalb fiel meine Wahl für den Laufpartner auch sofort auf ihn. Okay, meine Pausen zwischen den Runden würden kurz werden, das war klar. Mark hatte nach Sichtung seines Kalenders auch sofort zugesagt. Eine Stunde vor Start trafen wir uns auf dem Sportplatz. Es waren schon einige Leute da. Unser Start um 17.30Uhr war der Erste. 30 Minuten wollten wir absolvieren. Also Startnummer holen und umziehen, Männer unten, Mädels oben. Im Winter gibt es viel um-und auszuziehen. Nehme ich den Rucksack mit auf den Platz? Werfe ich mir noch ein Jäckchen über oder gehe ich gleich lauf bereit runter? Menno, es gibt aber auch viel zu oft zu viele wichtige Entscheidungen in meinem Leben. Ich rufe Mark an, um zu fragen wie er es macht. Er geht nicht ran. Hm, ich entschließe mich runterzugehen….tapp, tapp … Treppe runter. Mark steht natürlich schon fertig unten. Ich frage ihn, wie er es händelt. Gut. Also, Tasche mit auf den Platz. tapp …tapp… Treppe wieder hoch in den Umkleideraum. Tasche geschnappt, eine Jacke und Hose zum Überziehen dazu und … tapp … tapp … Treppe wieder runter. Ich brauche keine Erwärmung mehr. Mir ist jetzt schon heiß!

Wir schauen uns um und platzieren unsere Taschen und meine Klamotten an einem Zaun und machen uns warm. Mark übernimmt die Ansagen, wie immer. Ich lasse ihm da sehr gern den Vorrang. Ich dränge mich schon oft genug in den Vordergrund. Einlaufen, Stabi-Übungen, Koordination und ein bisschen Steigerungsläufe …… fertig. Jetzt noch mal Pippi machen und zum Start. Auf dem Frauen-Klo gibt es gar keine Schlange! Was ist denn hier los? Komisch. Das hab ich ja noch nie erlebt, dass es keine Schlange gibt, schon gar nicht bei den Mädels. Gleich 17.30 Uhr. Mark und ich beraten uns noch kurz, wer startet und wie wir laufen wollen. Alles klar. Mark startet. Ich beziehe Position in der Wechselzone. Da wir Chips an den Startnummern haben, müssen wir keine Runden zählen. Super!

Startschuss. Mark läuft los, beim Start muss er anderthalb Runden absolvieren. Okay, gleich bin ich dran. Mark ist in der Mitte des Läuferfeldes. In der Wechselzone ist es ziemlich voll. Es ist jedoch alles gut händelbar, keiner drängelt, keiner schubst. Mark ist da, zack Wechsel. Wir klatschen uns einfach ab. Einen Staffelstab gibt es nicht. So, ab in die Kurve links rum. Ich habe meine „Speedy Gonzales“ Schuhe an. Die sind leicht und schnell. Ich absolviere meine erste 200 Meter Runde. Da ich  recht zügig unterwegs bin und kann somit auf dem Vorderfuß laufen. Trotzdem finde ich mein richtiges Tempo noch nicht. 200 Meter sind eine schwierige Distanz. Sprinten geht nicht.Trotzdem fühlt sich alles gut an. Schon wieder da. Mark legt wieder los. Das kurze Warten überbrücke ich mit traben auf der Stelle. Ach ja, das gefällt mir. Paarlauf ist wirklich super. Die Musik an der Strecke, das Licht auf dem Platz. Alles macht eine schöne Stimmung. Schon ist Mark wieder da. Abschlag. Zack los. Ich laufe erst mal im gleichen Tempo in die zweite Runde. Sicher ist sicher. Die nächsten Runden steigere ich mich stets ein bisschen. Die letzten zwei Runden laufe ich so schnell ich kann. Schwuppdiwupp …

Die 30 Minuten sind fast rum. In der 29. Minuten gibt es einen Schuss aus der Startpistole. Mark ist auf der Strecke und muss nun die letzte Minute durchlaufen. Puh, zum Glück nicht ich. Denn ich bin ziemlich fertig. Dann fallen zwei Schüsse. Die 30 Minuten sind um. Jetzt müssen die Läufer stehenbleiben. Die letzten Meter werden von Hand vermessen, wie genau das gemacht wird, habe ich allerdings nicht mitbekommen. Ich laufe zu Mark und falle ihm um den Hals. Sportler-Knuddeln ist immer sehr intensiv, sieht man ja an den Fußballern! Das war ja wieder mal ein klasse Laufevent mit ihm. Wir ziehen uns in Ruhe um, bringen die Startnummern zurück und gönnen uns noch eine fette Bratwurst (Mark mit extra viiiiel Senf) und einen warmen Tee. Dann beschließen wir noch einen Drink zu nehmen. Wir haben uns laaaaange zwei Wochen nicht gesehen und haben viel zu quasseln. Also, auf geht’s. Vor meinem Haus parke ich noch mein Fahrrad und dann ziehen wir weiter, zu einem „Mexikaner.“
Dort lassen wir uns richtig „gehen“! Wir naschen Natchos mit Käse und trinken jeweils 2 alkoholfreie Cocktails. Und quasseln … Wie kann doch das Leben schön sein!

Ach ja, Wie viele Kilometer sind wir gelaufen in den 30. Minuten? 7,794 Meter haben wir absolviert. In der Team Mix Wertung sind wir auf Platz 9 gekommen. Nächstes Jahr schaffen wir 8 Kilometer, in den 30 Minuten. Fotos von der Strecke: Mit freundlicher Genemigung von ABC Zentrum Berlin e.V. Vielen Dank!

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