Hatte ich hier nicht gerade vor ein paar Tagen geschrieben, …… ich laufe nur noch der Freude wegen? Ich müsste es mir nicht mehr beweisen, laufe nur noch zum Spaß?! Tja, derzeit laufe ich gar nicht! Das letzte Mal in Wesenberg im Urlaub vor anderthalb Wochen. Dort hatte ich beschlossen die zweijährige Affäre mit Werner, die sehr unverfänglich begonnen hatte und nun im Herzschmerz zu ertrinken schien, zu beenden. Mir stand das Wasser bis zum Hals. Seitdem habe ich keine Laufschuhe mehr angezogen. Ja, ein Zeitproblem war es diese Woche durchaus, aber auch ein mentales. Lass ich mich nun weiter runterziehen, von einem Mann der meine Liebe nicht möchte und mir letzten Endes noch einen Tritt in den Hintern gegeben hat, wenn auch „unbeabsichtigt“? Hey der Typ ist nett, wirklich und kein klassischer Mistkerl. Eher ein Mann der subtilen Art. Dass du dich total verfangen hast in deinen Gefühlen, bemerkst du erst viel zu spät. Außerdem ist er ja fein raus, schließlich war es von vornherein klar. Alles nur Spaß! Alles unverfänglich! „Solange DU damit zurecht kommst, dass ich DICH NICHT liebe, können wir gern weiter machen.“ Ich blöde Kuh habe es auch gemacht. Irgendwie liebt er mich bestimmt, dachte ich. Hey, Diana! Werde endlich wach und tue was, du blöde naive Trine!

Eine Woche läuferische „Trauer tragen“ ist genug! Okay, morgen werden die Laufschuhe aus dem Schrank geholt und es wird gelaufen! Lange und langsam. Dabei werde ich alles noch einmal Revue passieren lassen, von Anfang bis Ende. Bewusst werde ich die schönen Momente ausblenden, die spare ich mir für mein Langzeitgedächtnis auf. Morgen lasse ich alles negative Bilder bewusst an meinem inneren Augen vorbeiziehen und werde mir diesen Typen so richtig madig machen. Das hat er nicht verdient, er ist nicht schlecht, zu so einer Beziehung gehören immer zwei, das ist mir schon klar, aber ich brauche es zu sagen – Werner Du bist ein Arschloch! Morgen werde ich mich besser fühlen, das Laufen wird mich reinigen, mein Gemüt entspannen und mir Hoffnung schenken, denn Hoffnung auf Liebe und Glück gibt es immer!

Nachtrag: Am 30. Januar 2017 fand ich unter dem Nickname Personal Trainer in der Sklavenzentrale, einer BDSM Plattform, die zukünftige Liebe meines Lebens: Marc. Am 31. Januar tauschten wir dort nach einem langen Chat unsere Telefonnummern aus. Am 01.02.17 um 18:09 Uhr schreibt Marc mir die allererste Nachricht auf WhatsApp: „Hallo Lipuria, Marc hier, kurzer Gruss, ich war mal so frei.“ …

Mit diesem Bild begann alles 🙂
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